09.09.2010, 16:01 Uhr
Markus Lanz (Foto: National Geographic)
TV-Moderator Markus Lanz in neuer Rolle als Fotograf und Autor: Gemeinsam mit NATIONALGEOGRAPHIC veröffentlicht Lanz jetzt erstmals ein Buch mit eigenen Fotografien und Texten. Das Thema: Grönland. Abseits des TV-Business begeistert sich Lanz leidenschaftlich für das ursprüngliche Leben an diesem extremen Ort der Welt. Seit 15 Jahren zieht es ihn immer wieder in die eisigen Weiten der Arktis und zu den Menschen, die dort im Einklang mit der Natur leben.
Der Bildband "Grönland – Meine Reisen ans Ende der Welt“ erscheint im Verlag NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND und zeigt Bilder von großartigen Landschaften, der einmaligen Tierwelt der Arktis und dokumentiert das "Erlebnis Entschleunigung“ in erhabener Natur. In sehr persönlichen Texten spricht Lanz über seine tiefe Verbundenheit mit den Inuit, berichtet von abenteuerlichen Expeditionen mit dem Hundeschlitten und über fremde Mythen und Rituale.
Das Fotografieren war angesichts der eisigen Außentemperaturen keine leichte Aufgabe für den gebürtigen Südtiroler. Der Aufwand hat sich gelohnt. Lanz hält die Besonderheiten der Natur in seinen Bildern ebenso fest wie kleine und flüchtige Augenblicke: Menschen bei ihrer archaischen Arbeit, Eisberge in nahezu unwirklichem Licht, Kinder, die im Schnee tollen. Seine Fotos fangen die Erhabenheit einer übermächtigen Natur ein, aber auch die Nähe, die Markus Lanz zu den Inuit hat, weil er ihnen viel Respekt für ihr Leben entgegenbringt.
Er verrät über seine Reisen am Ende der Welt: "Diese Stille, die Du dort erlebst, macht etwas mit dir. Und es ist ganz interessant, das zu erfahren. Unser Gehirn ist wahnsinnig reizüberflutet, wir brauchen die ganze Zeit neue Zerstreuung: Wir brauchen die Zeitung, das Fernsehen und das Internet. In Grönland ist dann plötzlich alles weg.“
Lanz lebte mit den Inuit in Siorapaluk, dem nördlichsten Dorf der Welt, wo es im Winter monatelang nicht hell wird. Er übernachtete in spartanischen Biwaks, erlebte bedrohliche Schneestürme und staunte über das Polarlicht. Der Jäger Paulus Simigaq gewährte ihm Einblicke in die beeindruckende Jagdkultur seines Volkes: Die Inuit finden sogar in dichtem Nebel odervölliger Dunkelheit den Weg nach Hause. Sie hören am Scharren und Kratzen der Eisberge, wie stabil das Eis ist und tragen Kleidung aus Fellen, die unserer High-Tech-Ausrüstung weit überlegen ist.
Der Bildband "Grönland – Meine Reisen ans Ende der Welt“ ist ab sofort im Handel und unter www.nationalgeographic-shop.de erhältlich.
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